Monatsbetrachtungen Februar 2019

Beginnend im Jahr 2019 wollen wir unsere Beobachtungen und Ratschläge für den jeweiligen Monat veröffentlichen.

Der Februar in diesem Jahr zeigt sich ab der Monatsmitte ungewöhnlich mild und mit frühlingshaften Temperaturen. Seitdem ist die Hasel auch ihrem Entwicklungszyklus voraus und blüht bereits. Ebenso blühen viele Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse. Wenn die Witterung vorerst so bleibt steht die Saalweidenblüte in kurzer Zeit an.

Seit Mitte Februar, wo die Temperaturen die 10 Grad Schwelle überschritten haben, fliegen auch unsere Bienen. Nach Abschluss der ersten Reinigungsflüge hat sich hier und da reger Flugbetrieb eingestellt. Die Damen kehren mit vollen Pollensäckchen zurück und die grüngelbliche Farbe lässt Haselpollen vermuten.

Der Polleneintrag ist ein sicheres Anzeichen für beginnende Bruttätigkeit der Völker. Damit steigt der benötigte Futterbedarf auf bis zu 2kg pro Woche, während der Futtervorrat jetzt am Ende des Winters schon zu großen Teilen aufgebraucht ist. Daher ist jetzt eine Futterkontrolle absolut ratsam, denn eine ausreichende Nektarversorgung tritt nicht vor der Saalweidenblühte ein. Ebenso sind Reserven notwendig, da die Witterung aller Wahrscheinlichkeit nach nochmals einbrechen und zu kalten Temperaturen zurückkehren wird. Die momentan milden Tagestemperaturen dürfen nicht über die frühe Jahreszeit hinwegtäuschen, denn es ist nachts noch sehr kalt und es kühlt rapide ab, sobald die wärmende Sonneneinstrahlung abbricht.

Eine Nachfütterung erfolgt am Besten mit eugenem Honig oder aber Futterteig, der sich in dünnen Scheiben gut auf die Rähmchen unter die Abdeckfolie legen lässt. Der Vorteil von Futterteig ist, dass dieser nicht groß in die Waben eingetragen sondern sofort aufgebraucht wird. Nachteil ist, dass zur Aufnahme von Futterteig eine gewisse Menge Wasser aufgenommen werden muss. Dies kann aus Schwitzwasser oder von einer Tränke erfolgen. Die Gabe von Flüssigfutter kann auch helfen, sollte aber von unten erfolgen durch ein entsprechend flaches Gefäß auf dem Beutenboden mit Schwimmhilfen.

Viele Imker auch in unserem Verein berichten über einen ungewöhnlich hohen Völkerverlust diesen Winter. Bei dem einen wahr es der hohe Varroadruck, bei dem anderen ein Abriss der Futterversorgung oder auch ein durch Totenfall versperrtes Flugloch. Auch Ruhr oder Nosema als Durchfallerkrankung haben das ein oder andere Volk geschwächt.

Der frühe Zwischenfrühling, den wir gerade erleben, kurbelt die Entwicklung unserer Völker recht früh an. Wenn die Futterversorgung sichergestellt wird, kann dies aufgrund der frühen Entwicklung zu einem prächtigen Bienenjahr führen. So bleibt es spannend wie dann die spätestens im April bevorstehende Obstblüte verlaufen wird…

Termine 2019

Hier ein Überblick über die Termine für den Imkertreff im Jahr 2019:

18.02.2019 Imkertreff im Klecks

18.03.2019 Imkertreff im Klecks

08.04.2019 Imkertreff im Klecks (Verschiebung wegen Osterferien)

20.05.2019 Imkertreff im Klecks

17.06.2019 Imkertreff im Klecks

15.07.2019 Standschau

19.08.2019 Standschau

16.09.2019 Imkertreff im Klecks

21.10.2019 Imkertreff im Klecks

18.11.2019 Jahresabschlusstreffen

Imkertreff im Oktober vorverlegt

Anders als im Terminplan angekündigt, findet der Imkertreff im Oktober bereits am Montag 08.10.18 statt am 15.10.18 statt. Der Grund ist ein Terminkonflikt wegen der Herbstferien.

Faulbrutsperrbezirk und Untersuchungsgebiete in Bochum

Amerikanische Faulbrut (AFB)
Die Amerikanische Faulbrut (auch Bienenpest genannt, Histolysis infectiosa perniciosa larvae apium, Pestis americana larvae apium) ist eine Erkrankung der älteren Bienenbrut, nämlich der Streckmaden: Sie befinden sich in der bereits mit einem Wachsdeckel verschlossenen Brutzelle. Im Erkrankungsverlauf löst sich die gesamte Körperstruktur der Larven auf und es bleibt nur eine zähe, braune, schleimige Substanz übrig, die später zu einem dunklen Schorf eintrocknen kann. Die Amerikanische Faulbrut stellt keinerlei Gefährdung für die erwachsene (adulte) Biene, den Menschen oder andere Lebewesen dar. Die Bezeichnung „amerikanisch“ bezieht sich nicht auf ein Ursprungsgebiet, sondern auf den Ort der Entdeckung; die Krankheit tritt weltweit auf.

Quelle: Wikipdia


Sperrbezirk in Bochum

Am 05.12.2017 ist der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut der Bienen amtlich festgestellt und ein Sperrbezirk gebildet worden.

Am 10.04.2018 wurde der Sperrbezirk nochmals erweitert und hat aktuell folgende Grenzen:

Im Westen
Der Stadtgrenze Bochum/Essen folgend bis zur Straße Freisenbruch. Von dort aus innördlicher Richtung in den Stalleickenweg.

Im Norden und Osten
Von dem Stalleickenweg auf den Wattenscheider Hellweg Richtung Osten bis zur KreuzungWattenscheider Hellweg / Höntroper Straße. DerHöntroper Straße in Richtung Süden bis zur Gartenstraße folgen. Von der Gartenstraße ebenfalls in südlicher Richtung folgend bis zur
Ruhrstraße. Auf der Ruhrstraße in westlicher Straße bis zur Kreuzung Ruhrstraße / Zeppelindamm bleiben.
In südlicher Richtung erst dem Zeppelindamm und später dem Munscheider Damm bis zur Kreuzung Munscheider Damm / Hattinger Straße folgen.

Im Süden
Der Hattinger Straße in westlicher Richtung bis zur Dr.-C.-Otto-Straße folgen. Auf der Dr.-C.-Otto-Straße bis zur Straße Am Krüzweg und von dort aus über den Fährweg bis zur Stadtgrenze Essen.


Untersuchungsgebiete

Ende Mai / Anfang Juni 2018 wurde der Sperrbezirk nochmals um zwei Untersuchungsgebiete erweitert, in denen Futterkranzproben amtstierärztlich entnommen und untersucht werden sollen, um die Seuche besser eingrenzen zu können.

Aus einer nicht datierten Mitteilung des Veterinäramts Bochum:

Amerikanische Faulbrut der Bienen- Informationen zu den Untersuchungsgebieten im Bochumer Stadtgebiet
Am 05.12.2017 ist der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in einem Bienenstand in Bochum-Höntrop amtlich festgestellt und ein Sperrbezirk gebildet worden, der im April dieses Jahres zum Schutz einer Weiterverbreitung zudem noch ausgeweitet wurde.

Trotz der mit diesem Sperrbezirk verbundenen Schutzmaßnahmen besteht für weitere Bienenstände in
Bochum erneut der Verdacht auf eine Belastung mit dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut.
Um den Verdacht abzuklären und um gegebenenfalls auf eine weitere Ausbreitung der Bienenseuche
reagieren zu können, wurden nach § 3 der Bienenseuchenverordnung zwei Untersuchungsgebiete festgelegt, in denen sämtliche Bienenvölker beprobt werden.
Vor diesem Hintergrund werden alle Bienenhalter aufgefordert, ihre in den Untersuchungsgebieten aufgestellten Bienenstände dem Veterinäramt zu melden (0234/910-8821 oder -8826).

Übersichtskarte zum Sperrbezirk und Untersuchungsgebieten in Bochum

 

Wussten Sie schon…?

– dass 10 Bienen 4 Gramm wiegen?

– dass 1 Biene in 2 Minuten 1km fliegt?

– dass 1 Biene in ihrem Leben ca. 800km zurücklegt?

– dass 1kg Honig die Lebensarbeit von 350-400 Bienen darstellt?

– das 1 Biene für ein Glas/Pfund Honig theoretisch bis zu 3,5 mal um die Erde fliegen müsste?

– dass eine Königin im Mai/Juni bis zu 2000 Eier pro Tag legt?

– dass eine Bienenlarve bis zu 2000 Pflegebesuche bekommt?

– dass für 1 g Pollen ca. 300.000 Pollenkörner (der kleinsten Art) notwendig sind?

– dass aus befruchteten Eiern Arbeiterinnen und aus unbefruchteten Eiern Drohen entstehen?

Honigbiene vor dem Stock Foto: Peter Ullrich

Die Schwarmzeit hat begonnen


Es ist ganz natürlich, dass sich die Bienen im Frühjahr vermehren wollen. Sobald es im Stock zu eng wird, kommt ein Bienenvolk in Schwarmstimmung. Normalerweise ist der Imker daran interessiert, dieses Schwarmtrieb bei seinen Bienen zu schwächen, um den den Sammeleifer nach Nektar nicht zu unterdrücken. Gerät das Volk aber doch in Schwarmstimmung, so zieht es sich eine neue Königin heran. Kurz bevor die neue Königin schlüpft, verlässt die alte Königin mit einem Teil der Bienen den Stock. Der Schwarm zieht aus! Ein solcher Auszug sieht sehr spektakulär aus; viele Beobachter sprechen davon, dass der Himmel beinahe schwarz war vor lauter Bienen, bis sich irgendwo in der Nähe eine Bienentraube gesammelt hat.
Sie brauchen aber keine Angst zu haben, denn die Bienen sind in diesem Stadium mit sich selbst beschäftigt und sehr friedlich.
Was ist jetzt zu tun? Benachrichtigen Sie schnell einen befreundeten Imker. Er wird sich über Ihren Anruf freuen und den Schwarm gerne einfangen. Denn alleine sind unsere Honigbienen in der Regel nach 2-3 Tagen verloren, wenn Sie nicht eine passende neue Behausung finden.
Wenn Sie keinen Imker kennen, wenden Sie sich bitte an den nächstgelegenen Ortsverein. Er hilft Ihnen gerne weiter.
Den nächsten Ortsverein finden Sie hier.
In Wattenscheid und Umgebung werden Imker des Imkervereins Wattenscheid gerne helfen.
 

Hier sehen Sie ein kurzes Video, wie unser Ehrenvorsitzender Gerd Bücher einen Schwarm einfängt und die Bienen vorsichtig von einer Traube abstreift.

https://www.youtube.com/watch?v=jXAwOzcOIMs